Viele von Ihnen, die im vergangenen Jahr die 30. Puppentheatertage besuchten, werden dieses große internationale Fest noch in Auge und Ohr haben. Puppenspieler aus allen bewohnten Kontinenten waren zu Gast in unserer Schul- und Einkaufsstadt. Im Stadtsaal erklangen die bekannten Fremdsprachen, aber auch japanische, chinesische, arabische, türkische und viele andere Sätze waren zu hören. Auf dem Hauptplatz reichten die Fahnenstangen fast nicht, um alle Teilnehmer gebührend mit ihrer Nationalfahne zu ehren.

Heuer beginnt ein neues Dezennium des Festivals und das gibt uns die Möglichkeit, neu mit der Festivalorganisation anzusetzen. Wir haben uns entschlossen, das Festival um einen Tag zu verkürzen. Das hilft uns, seine Kontinuität und seine Qualität zu erhalten. Das Programm versucht wieder den Spagat zu beherrschen zwischen hervorragendem, auf der Tradition basierendem Handwerk, also konventionelles Puppentheater auf der einen Seite zu zeigen und Interpretationen von anspruchsvollen, zeitgenössischen Themen auf der anderen Seite. Dazu begrüßen wir Bühnen von Weltruf wie zum Beispiel „Kukolnij Dom“ aus Sankt Petersburg, den „Katkatha Puppet Art Trust“ aus New Delhi, „t’Magisch Theatertje“ aus Maastricht oder „Kaufmann & Co.“, eine österreichisch-deutsche Bühne aus Berlin.

Im MZM – Museumszentrum Mistelbach wird in der M-Zone die Ausstellung „verGOLDetes“ eröffnet. Sie folgt der gelungenen Ausstellung „verWURZELtes“ und beschreibt den Einfluss des barocken Hoftheaters auf das europäische Marionettentheater des 18. und 19. Jahrhunderts.

Den Abschluss des Festivals bildet die Kasperliade zum Nationalfeiertag am 26. Oktober. Sie wird bereits zum 6. Male veranstaltet und findet sicher wieder bei mehr als tausend Besuchern ein großes Interesse. Kasperspieler aus der Schweiz, Deutschland und Österreich, ergänzt durch Marionettenspieler aus Ungarn, der Slowakei und Deutschland, spielen an diesem Tag ihre Programme zur Freude von Jung und Alt.

Ich darf Sie ganz herzlich einladen, die 31. Internationalen Puppentheatertage zu besuchen.

Ihr

Ing. Christian Resch
Bürgermeister